- ein Musical der Gesamtschule Schinkel Osnabrück -

Stand: 07.09.2001

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Inhalt:

Voller naiver Neugier auf die Menschen betritt Weiß die Bühne; lärmend und randalierend tobt Schwarz durch's Publikum, voller Wut auf den Chef der Ihr ein Rendezvous vermasselt hat.
Beide stellen singend ihr einseitig positives bzw. negatives Menschenbild vor.
Die folgenden Szenen sollen Zeigen wer recht hat.

1. Szene: Frauen und Männer

Ein "Macho" betritt großspurig das Lokal; junge Tänzerinnen und die Kellnerin erliegen zunächst seinem Flair, von dem er voller Überzeugung singt. Er möchte mit seinem Porsche imponieren, die Frau entlarvt ihn jedoch als Phrasendrescher und Schwächling, der seine "Stärke" nur aus Statussymbolen ableitet. Mit den Tänzerinnen verläßt sie das Lokal, die Kellnerin tröstet ihn - mit einem Glas Milch.

2. Szene: Krieg und Asyl

Kartenspieler und Zeitungsleser sind bereits anwesen, als eine Ausländerin das Cafe betritt. In einer Nachrichtensendung hören wir von Krieg auf dem Balkan; Soldaten marschieren auf die Bühne, der Chor verherrlicht ihr Tun.
Die Frau wird an die Geschehnisse in ihrer Heimat erinnert. In einem inneren Monolog und einem Lied erzählt sie ihre Angst, ihre Verzweifelung, ihre Trauer.

3. Szene: Geld oder Liebe

Henning hat Karriere gemacht in Ostdeutschland, mit seinem - erfolglosen - Freund Phillipp besucht er das Cafe, indem bereits seine frühere Freundin Jasmin sitzt, von beiden zunächst unbemerkt. Phillipp will Hennings Hilfe; der ist in seinen Gedanken jedoch nur bei Jasmin, die er gesehen hat.
Nachdem beide ihre Einsamkeit und Sehnsucht besungen haben, finden sie im Abschlußdialog zu ihrer Liebe und dem erlösenden Kuß.

4. Szene: Neonazis

Thema ist das bedrückende Problem des Rechtsradikalismus.
Skinheads marschieren in's Cafe Deutsch und machen ihre Vorurteile und ihren Haß gegenüber dem ausländischen Kellner lautstark deutlich. Der Kellner, der von den Gästen keine Hilfe erwarten kann, erläutert in seinem Lied seine Lebenssituation. Heimatlos, ohne richtige Wohnung, diskriminiert, wehrt er sich singend gegen die schlagbereiten Skinheads. Diese greifen einen anderen ausländishen Gast und schlagen ihn zusammen.
Weiß fordert auf mehrfach das eingreifen von Schwarz, doch diese lehnt mit dem Hinweis auf die Passivität der anderen und die Übermacht der Neonazis ab.

Epilog:

Erst jetzt formieren sich alle zum "Lied vom Widerstehen".
Erwähnt werden drei Überfalle Rechtsradikaler auf Wohnhäuser von Ausländern in Hoyerswerda, Rostock und Mölln, bei denen drei Menschen starben.

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